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Berliner Nachtleben

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Das Berliner Nachtleben bietet viel mehr als nur eine scharfe Currywurst!
In der pulsierenden Hauptstadt werden neue Trends in der Szene gesetzt. Verdankt wird dies unter anderem der multikulten Bevölkerung aus vielen unterschiedlichen Nationen und Herkunftsländern. Das Berliner Nachtleben zeichnet sich durch seine große Vielfalt unterschiedlichster Clubs und Locations aus. Die Nachtschwärmer haben es hier bestimmt nicht leicht, bei solch einer großen Auswahl! Ob diverse Motto-Partys wie z.B. After-Work-Partys, Single-Partys, Ü-30 Partys, Dinner & Dance mit einer orientalischen Mischung oder doch lieber auf einem Party-Boot auf der Spree mit schippern? Auch Schwule oder lesbische Partygänger kommen in dieser hippen Stadt auf ihre Kosten.

Sehr erwähnenswert sind die Ausgemöglichkeiten an den Hackeschen Höfen. Dies ist das größte geschlossene Hofareal Deutschlands! Sehr beeindruckend ist unter anderem die denkmalgeschützte Architektur. Die Höfe in der Nähe des Scheunenviertels zählen heute zu den teuersten und mit begehrtesten Immobilien der Stadt. Hier findet man eine reiche Auswahl an Clubs, Gastronimie, Varité und Kino sowie Disginer Shops.

So reichhaltig die Auswahl an Clubs und Diskotheken sind, sind auch die vielfälitgsten Musikrichtungen mit vertreten. Tanzen zum Clubsound der 80er/90er, lateinamerikanisch vermischt dicokugelmit Salza und Merengue oder den guten alten deutschen Schlager? Nichts dabei? Gibt es in Berlin nicht! Angesagte DJ´s mit neustem Elektrosound lassen ebenso das Raverherz höher schlagen als die teils vermehrten Openair – Veranstaltungen mit Locations im Stadtpark oder unter der einen oder anderen Brücke an der Spree. Die hier den Platenteller sowie das Ravervolk zum glühen bringen, legen bereits in den angesagtesten Clubs weltweit auf.

Wer es lieber stiller und romantisch liebt, bittet die Tanzpartnerin zu einem Ball im Flair der 20er Jahre. Wer noch keine an seiner Seite hat, findet man diese im Tanzkaffee bei einer Damenwahl sicherlich. Wem nun auch die jungen Hüpfer nicht reif genug sind, sollte mal eine Ü40 Party besuchen.

Auch kommen die Musicalfans in der Hauptstadt nicht zu kurz. Aktuelle Musicals wie z.B.
Hinterm Horizont von Udo Lindenberg. Hier wird die bewegende teilbiographische Lebensgeschichte von dem “Mädchen aus Ostberlin” erzählt mit der Musik aus 30 Lindenbergklassikern.

Zurück in den 20er Jahren? Hier verführt Sie das Musical Chicago in das Lebengefühl dieser Zeit. Eines der bekanntesten Musicals, das der Brodway je erlebt hat. Dieses Musical wartet mit tollen Tanzszenen sowie einer Geschichte aus Betrug, Liebe und Leidenschaft auf.

Ergänzt wird diees Angebot mit dem Kabarett-Theater Distel und dem Theater am Kurfürstendamm. Natürlich dürfen ihr die Veranstaltungen im Friedrichstadt-Palast nicht fehlen. Bekannt auch unter anderem mit dem Quatsch-Comedy-Club. Das literaische Kabarett wie die Berliner “Stachelschweine” gehört bereits zu einer festen Institution in dieser Szene und erfreut sich nach wie vor einer großen Beliebtheit bei seinen Gästen.

Innovativ und neu bietet man auch zu den Wochenenden immer Freitags und Samstags ab 18:00 Uhr und 20:30 Uhr eine Comedy-Tour durch Berlin an. Die 1 1/2 stündige Fahrt bietet Stand-up-Comedy vom feinsten die die Lachmuskeln gehörig strapaziert. Die ist eine einzigartige Mischung aus zahlreichen Gags sowie historischen Anekdoten.Zu sehen bekommt man unter andrem das Brandenburger Tor, die Museumsinsel, den Reichstag und Unter den Linden. Zur Ermuterung werden auch diverse Getränke im Bus gereicht.

drinkWer Nachts nicht alleine losziehen will in der unumstrittenen Hauptstadt des europäschien Nachtlebens, bucht sich einfach eine Kneipentour! Hier führt Sie ein Insider zu den angesagten Bars, Cocktailbars und authentischen Pubs. Abgerundet wird die Original Berliner-Kneipentour mit dem Besuch in einen legendären Nachtclub. Ohne Anstehen fühlen Sie sich hierbei wie ein VIP dank Partyguide. Abtanzen und Feiern mit den besten DJs der Welt. Auch hier gilt gute Kondition an den Tag zu legen. Das Event dauert offiziell ca. 6 Stunden und für manchen Teilnehmer auch open End.

Weltstars live erleben! Mit weit über 100 Konzerten im Jahr aus Rock-Pop oder Classic bietet Berlin seinen Gästen eine einzigartige Vielfalt. Hier heißt es schnell sein und die begehrten Tickets frühzeitig buchen!

Es gibt auch bereits Schattenseiten wie z.B. in Friedrichshain-Kreuzberg. Hier überlegt man sich bereits wie man gegen den Party-Tourismus vorgeht und sich zur wehr setzt.
Denn was hier täglich Nachts die Anwohner ertragen müssen geht weit über die Toleranzgrenze hinaus! Dort treten grölende Horden auf, die durch die Straßen ziehen und schamlos an die Eingangstüren der Häuser urinieren. Mit einem Aktionsplan will der Bezirk dem Partyvolk Herr werden. Meist sind es keine einheimischen, sondern Touristiten die Kreuzberg mit Ballermann und Schinkenstrasse verwechseln. Manch einschlägige Reiseführer werben sogar für diesen Szenekiez. Dies hat mit “Nachtleben” oder “Ausgehmöglichkeiten” gar nichts zu tun!

Wenn der Tag vergeht, geht die Party los! Je nach seinem persönlichen Geschmack sollte man seinen Abend vorab planen. Den einfach losziehen ohne Plan kann auch ganz cool sein, wird aber in dieser Stadt nie sein Ziel erreichen. Mit Sicherheit könnte man über einen Monat ausgehen und hätte noch nicht alles gesehen.

Bunt, rasant, überraschend anders bietet Berlin sein Nachtleben an und zählt damit zu den besten der Welt!

Berlin-Charlottenburg zwischen Tradition und Moderne

berlin charlottenburg herbst

Charlottenburg ist einer der traditionsreichsten Ortsteile von Berlin. Heute liegt Charlottenburg im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Im Osten grenzt es direkt an den Bezirk Mitte. Charlottenburg wurde 1705 als eigenständige Stadt gegründet, wuchs aber im Laufe des 19. Jahrhunderts mit Berlin zusammen. 1920 wurde es nach Groß-Berlin eingemeindet. Bis 2001 war Charlottenburg noch ein eigener Bezirk, heute ist es lediglich ein Ortsteil.

Ort preußischer Traditionen

Namensgebend für den Ortsteil war Sophie Charlotte von Hannover, die 1701 an der Seite von Friedrich I. zur ersten preußischen Königin gekrönt wurde. Bereits 1696 hatte sie von ihrem Mann, im Austausch für das von ihr besessene Caputh in Potsdam, das Gut Lietzow im heutigen Charlottenburg bekommen. Kurz darauf verfügte sie dort den Bau einer Sommerresidenz. 1699 wurde das noch heute berühmte Schloss eingeweiht, das nach wie vor ein bedeutendes Wahrzeichen des Ortsteils darstellt. Nach dem Tod der Königin 1713 fristete das Schloss ein Schattendasein, kam aber später unter Friedrich dem Großen zu neuen Ehren. Fortan lebte eine Reihe preußischer Prinzen mit ihren Familien darin, bis das Schloss 1888 endgültig für Besucher geöffnet wurde.

Zentrum des aufstrebenden Bürgertums

Im 18. und frühen 19. Jahrhundert war Charlottenburg noch eine idyllische Erholungsregion für die Bewohner des nahen Berlins gewesen. Es besaß zu dieser Zeit noch eine ländliche Prägung. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte jedoch mit der rapide fortschreitenden Industrialisierung in Deutschland auch schlagartig das Wachstum in Charlottenburg ein. Neue Industriebetriebe, Fabrikanten und Arbeiter zog es gleichermaßen in die Region. Zu den ersten Pionieren, die sich hier ansiedelten, gehörte Werner Siemens. Charlottenburg gehörte zu den ersten Berliner Vororten mit Gaslaternenbeleuchtung. Die Einwohnerzahl betrug 1875 etwa 25.000, zur Jahrhundertwende wurden die 100.000 schon deutlich überschritten. 1910 waren es über 300.000 Einwohner. Die Stadt platzte aus allen Nähten.

Soziale Gegensätze zeichnen sich ab

Die sozialen Folgen dieser Entwicklung ließen nicht lange auf sich warten. Den reichen Fabrikaten in ihren Villenvierteln standen Heerscharen von Arbeitern entgegen, die sich mit ihren Familien in den engen und dunklen Mietskasernen auf engstem Wohnraum drängten. Hohe Grundstückspreise trieben bereits damals die Mieten in unbezahlbare Höhen, die meisten Menschen hatten nur wenige Quadratmeter für sich zur Verfügung. Fließendes Wasser gab es in den einfachen Haushalten so gut wie nicht. Der in Charlottenburg lebende Künstler Heinrich Zille hat diese Verhältnisse eindrucksvoll für die Nachwelt dokumentiert.

Die 20er Jahre – Eine Blütezeit Charlottenburgs

In den 20er Jahren erlebte der Ortsteil einen neuen Höhepunkt. Vor allem der Kurfürstendamm entwickelte sich jetzt zur Flaniermeile für Künstler und Vergnügungssüchtige. Zahlreiche Cafés, Geschäfte und Lichtspielhäuser wurden eröffnet. Die Glitzerwelt des „Kudamms“ wurde für die Berliner zum Inbegriff der „Goldenen 20er“. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich Charlottenburg dadurch zum angesagten Szeneviertel und ließ sogar die Linden, als bisheriges kulturelles Zentrum Berlins, alt aussehen.

Diktatur, Krieg und Teilung verändern das Gesicht Charlottenburgs

In den 30er Jahren kam es in Charlottenburg zu radikalen Umgestaltungen im Zuge des Aufbaus der von den Nazis geplanten, aber letztlich nie fertig gestellten „Welthauptstadt Germania“. Weniger später fügte der Bombenkrieg auch diesem Stadtteil Berlins schwere Schäden zu, unter anderem wurde das Schloss getroffen und die Kuppel brannte aus. Die schwer beschädigte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche mahnt noch heute an die Schrecken des Krieges. Nach dem Krieg wurde Charlottenburg ein Teil West-Berlins. In den 50er und 60er Jahren kam es zu einer regen Bautätigkeit, welche die durch den Krieg geschaffenen Lücken schnell wieder ausfüllte. Allerdings begann in den 70er und 80er Jahren die Bewohnerzahl zu stagnieren, Charlottenburg galt als dröge und unattraktiv.

Nach dem Mauerfall rasant zu alter Form

Heute liegt Charlottenburg wieder voll im Trend und hat seine alte Rolle als Kulturviertel zurückerobern können. Nicht umsonst hatte der berühmte Fotograf Helmut Newton gerade diesen Standort für sein Museum der Fotografie ausgewählt. Der Zoo-Palast gilt seit seiner Wiedereröffnung im Jahre 2013 als eines der angesagtesten Kinos der Stadt. Auch wenn hier nicht so sehr der Bär steppt wie in den Bezirken östlich der Mitte, hat Charlottenburg dennoch ein breites Angebot an Restaurants, Cafés und Bars. Es geht hier eben alles etwas ruhiger und gediegener zu.

Immobilienpreise in Charlottenburg im Aufwind

Die Immobilienpreise sind dementsprechend in den letzten Jahren stark gestiegen. Sie folgen damit natürlich auch dem allgemeinen Trend in der Hauptstadt. Aufwarten kann Charlottenburg vor allem mit exklusivem Wohnraum. Wer einmal vom Zoo zum Savignyplatz spaziert, der sieht mit eigenem Auge, warum Charlottenburg einmal zu den reichsten Bezirken der Stadt gehörte. Die Fassaden der Bürgerhäuser sind an Opulenz kaum zu überbieten. 8000 Euro müssen hier für den Quadratmeter berappt werden. Günstig wohnt es sich dagegen noch in der Region nördlich des Schlosses.

Spandau – Teil von Berlin außerhalb der Großstadt

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Wenn von Spandau die Rede ist, so ist im engeren Sinne der Ortsteil Spandau nordwestlich von Westend gemeint. Im weiteren Sinne bezeichnet der Name den Bezirk Spandau mit den zusätzlichen Ortsteilen Hakenfelde, Haselhorst, Siemensstadt, Staaken, Falkenhagener Feld, Wilhelmstadt, Gatow und Kladow.

Militärische Vergangenheit

Entwicklungskern des späteren Spandaus ist die 1594 errichtete Zitadelle Spandau. Sie dominiert noch heute den Ortskern und gehört dort zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Ortsteils. Während der Napoleonischen Kriege war die Zitadelle hart umkämpft. Hier lagerten später auch die Unmengen an Gold, die Deutschland 1871 nach dem Deutsch-Französischen Krieg als Kontribution bekommen hatte. Anschließend erlangte Spandau vor allem Berühmtheit als Standort der preußischen Rüstungsindustrie. Die Nähe zur Havel prädestinierte den Stadtteil für den Wassertransport. Schon 1722 war in Spandau auf Geheiß des preußischen Königs eine Gewehrfabrik gegründet worden. Um 1900 siedelten sich hier Munitionsfabriken an, während des Ersten Weltkrieges lief die Munitionsherstellung auf Hochtouren. Das gefürchtete Maschinengewehr 08/15 wurde hier gebaut. Auch heute noch kann man dem Bezirk seine militärische Vergangenheit aufgrund der typischen preußischen Architektur ansehen.

Spandau nach der Wende ohne Orientierung

Nach dem Ende des Deutschen Reiches verlor Spandau als Industriestandort mehr und mehr an Bedeutung. Während der deutschen Teilung gab es hier große Lager für die Stadtversorgung und die Briten hatten sich eingerichtet. Mit dem Mauerfall zog daher zunächst gähnende Leere in Spandau ein. Die alten Industriegelände verwahrlosten, Vandalismus war an der Tagesordnung. Ein Bebauungsplan der Stadtverwaltung sah vor, hier mehrere tausend Wohnungen zu schaffen. Aufgrund mangelnder Nachfrage verlief dieses Vorhaben aber nach der Jahrtausendwende im Sande.

Spandau heute

In den letzten Jahren ist Spandau wieder zu einem belebten Viertel Berlins geworden. Dazu trägt auch die Nähe zur Havel bei, die heute vor allem Erholungszwecken dient. Nachdem das Wohnen am Wasser wieder groß in Mode gekommen ist, wird Spandau für Immobilienfirmen immer interessanter. Auf der Insel Eiswerder sind in den Gebäuden einer alten preußischen Fabrik zum Beispiel neue Wohnungen entstanden, die gekonnt das Alte mit dem Modernen verbinden. Auf der Insel Gartenfeld, direkt am Hohenzollernkanal, soll demnächst eine ganze Siedlung mitsamt Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten entstehen, wo früher sich früher ein großes Gewerbegebiet befand.

Wohnen in Berlin mit Kleinstadt-Feeling

Spandau profitiert dabei auch von den typischen Vorteilen einer Vorortlage. Hier ist es ruhig und idyllisch, mit Zug und S-Bahn ist man allerdings in wenigen Minuten in Berlin. Daran orientieren sich auch die Pläne der Architekten. Wer in Spandau lebt, der möchte sich nicht in enge Reihenhäuser zwängen. Grünflächen, Frischluft und Ellenbogenfreiheit diktieren hier die Stadtentwicklung. Havelblick, am besten noch mit Balkon, steht ganz oben auf der Wunschliste vieler Interessenten. Spandau spricht auch sportliche Naturen an. Hier lässt es sich ausgezeichnet Joggen, Schwimmen oder Radfahren. In der Berliner Mitte sind solche Freizeitaktivitäten kaum ohne Stress denkbar.

Immobilienpreise noch niedrig

Dabei gehören die Immobilienpreise in Spandau (noch) zu den niedrigsten in ganz Berlin. Mit durchschnittlich 1600 Euro pro Quadratmeter sind Wohnungen hier beinahe nur halb so teuer wie in den zentrumsnahen Bezirken. Allerdings ist zu erwarten, dass mit steigendem Bedarf auch hier die Preise weiter steigen werden. Wer in Berlin eine preiswerte Immobilie in ruhiger Umgebung und dennoch mit guter Anbindung sucht, der sollte Spandau unbedingt in die Suche mit einbeziehen.

Entwicklung des Mietspiegels in Berlin

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Seit dem 1. Juni 2015 ist in Berlin die sogenannte Mietpreisbremse in Kraft. Das Gesetz sieht vor, dass Vermieter ihre Mieten an den Durchschnittsmieten innerhalb des Viertels orientieren müssen. Eine Abweichung ist nur bis maximal 10 % nach oben zulässig. Ausnahmen gelten für Neubauten und für umfassend sanierte Wohnungen. Wie kam es überhaupt zu diesem umstrittenen Gesetz und erfüllt es die damit verbundene Hoffnung?

Mietpreise in Berlin gehen an die Decke

Die Mietpreisbremse soll den seit einigen Jahren galoppierenden Mietpreiserhöhungen in Berlin einen Riegel vorschieben. Diese Erhöhungen sind das Resultat der ständig steigenden Nachfrage nach Wohnraum in der Hauptstadt, während das Angebot nicht im gleichen Maße mitwachsen konnte. Etwa 40.000 neue Bewohner kommen jedes Jahr nach Berlin. Die Mietpreise gehen beinahe jeden in Berlin etwas an. 86 % der Bewohner leben in der Hauptstadt zur Miete, trotzt des ungebrochenen Trends zur Eigentumswohnung. Fast die Hälfte seines Einkommens gibt der Berliner im Schnitt fürs Wohnen aus. Besonders alteingesessene Bewohner leiden unter den drückenden Mietpreisen; Einkommensschwache, Schüler, Studenten, Rentner oder Alleinerziehende treffen sie besonders schwer.

Seit der Jahrtausendwende haben sich die Durchschnittsmieten verdoppelt

Dies wird sofort ersichtlich, wenn man sich einmal die Entwicklung der Mietpreise in Berlin vor Augen führt. Von 1999 bis 2009 sind die Mieten in Berlin im Schnitt um 50 % angestiegen. Allein von 2009 bis 2015 aber hat die Durchschnittsmiete in Berlin noch einmal um 50 % zugelegt. Damit liegt die Mietpreisentwicklung in Berlin weit über dem deutschen Durchschnitt. Besonders betroffen sind Altbauwohnungen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg und Neubauten aus den 50er und 60er Jahren.

Mietspiegel offenbart große Unterschiede

Zur Festlegung der Mietpreisbremse wurde daher in den Berliner Bezirken ein Mietspiegel erhoben, der sich am jeweiligen Durchschnittspreis orientiert. Am teuersten lebt es sich demnach in Friedrichshain-Kreuzberg, hier sind im Schnitt 11 Euro pro Quadratmeter Wohnraum zu zahlen. Berlin Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf sind mit 10,70 Euro und 10 Euro kaum günstiger. Erträglicher sind die Mieten schon in Pankow (9,47 Euro), Steglitz-Zehlendorf sowie Tempelhof-Schöneberg (8,92 Euro), Neukölln (8,78 Euro) und Lichtenberg (8,05 Euro).
Vergleichsweise günstig lebt es sich in Berlin in Treptow-Köpenick (7,77 Euro), Reinickendorf (7,50 Euro) und Spandau (7 Euro). Den Schluss bildet Marzahn-Hellersdorf mit knapp 6 Euro je Quadratmeter. In besonders beliebten Lagen befinden sich die Mieten zum Teil noch erheblich über dem Bezirksdurchschnitt. Wer am Hackeschen Markt wohnen möchte, zahlt über 12,50 Euro für den Quadratmeter. Am Potsdamer Platz werden 11,50 Euro fällig. Unter den Linden sind es fast 13 Euro. Im Berliner Durchschnitt liegt der Quadratmeter bei etwa 9 Euro.

Die hohen Mieten Berlins sind keine Ausnahme im bundesdeutschen Vergleich

Trotz der immensen Mietpreisanstiege steht die Hauptstadt im bundesdeutschen Vergleich dennoch gut da. So sind in Frankfurt am Main etwa für den Quadratmeter gut 12 Euro zu zahlen, in Hamburg kostet der Quadratmeter 10,50 Euro, in Stuttgart 14,20 Euro und in München sind über 14 Euro fällig. Dort ist die durchschnittliche Kaufkraft aber auch 40 % höher als in der Hauptstadt. Obwohl diese auch in Berlin in den letzten Jahren zugenommen hat, steht dies aber in keiner Relation zur Entwicklung der Mieten.

Vermieter legen Beschwerde ein – erfolglos

Die Mietpreisbremse stößt bei den Vermietern natürlich auf Kritik. Teilweise wurde sogar Klage eingereicht. Mieter dürfte es jedoch umso mehr erfreuen zu hören, dass das Landgericht Berlin unlängst einige solcher Eingaben abgeschmettert hat und den Mietspiegel als bindend erklärte. Die Daten seien repräsentativ und wissenschaftlich erhoben worden. Revisionen wurden vom Landgericht ebenfalls abgewehrt. Damit haben Politik und Justiz endlich ein eindeutiges Signal gesetzt, die drückenden Mieterhöhungen nicht mehr länger hinzunehmen.

Mietpreisbremse wird häufig mit Tricks übergangen

Vermieter versuchen indes immer wieder, sich durch Kunstgriffe an der Mietpreisbremse vorbei zu schummeln. Für Neubauten gilt sie ohnehin nicht. Aber auch bei Wohnungen mit umfangreichen Sanierungsmaßnahmen darf der Vermieter die Miete über den gängigen Durchschnittswert heben. Wie umfangreich diese Maßnahmen jeweils sind, liegt natürlich im Auge des Betrachters. Wo kein Kläger, da kein Richter. Ein Interessent, der die Höhe der noch von seinem Vorgänger gezahlten Miete nicht kennt, wird schwer Beschwerde einlegen können. Angesichts der argen Wohnungsnot beißen viele neu Hinzugezogene sicher auch lieber in den sauren Apfel, anstatt sich zu beschweren. Zumindest die Bestandsmieter können jedoch durch die Installation der Mietpreisbremse aufatmen. Böse Überraschungen sind dadurch auf absehbare Zeit gebannt.

Wer als Neuankömmling in Berlin nicht draufzahlen möchte, der profitiert immer davon, wenn er den Vormieter bereits persönlich kennt, die bestehende Miete erfährt und die Wohnung selbst in Augenschein nehmen kann, um selbst zu entscheiden, ob Sanierungsmaßnahmen für ihn sinnvoll sind oder nicht.